The Naismith Memorial Basketball Hall of Fame

Erster Streich

Heute ist der Tag, an dem ich die erste Ruhmeshalle der vier großen Sportarten besuchen werde, die Basketball Hall of Fame auch kurz Hoophall genannt. Mein Hotel liegt gleich nebenan getrennt durch einen Parkplatz. Von dort aus gesehen sieht die Hoophall eigentlich unspektakulär aus, ein flacher Bau mit einer silberfarbenden Kuppel. Daneben steht ein kleiner Turm, an dessen Spitze sich eine orangene Kugel befindet: ein Basketball.

Basketball Hall of Fame

Basketball Hall of Fame

Von der Seite betrachtet sieht die Hoophall nach etwas Besonderem aus, denn die Kuppel erweist sich als in den Bau integrierte Kugel, bestehend aus silbernen Vierecken aus Metall. An den Eckpunkten zwischen den einzelnen Platten befinden sich Strahler, die in ihrer Gesamtzahl der Kugel in der Nacht eine besondere Erscheinung bieten.

In der ersten Ebene befindet sich das zentrale Herzstück, der Hoophall: ein Basketballfeld. Die Besucher können dort frei nach Lust und Laune Körbe werfen. Ein riesiger Monitor-Würfel hängt in der Decke der Kuppel bestrahlt das Spielfeld.

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Kuppel innerhalb der Ruhmeshalle

Doch die eigentlich Tour beginnt auf der dritten Ebene in der Kuppel der Kugel selbst, die man direkt über einen Fahrstuhl erreichen kann. Dort hängen Porträts der einzelnen Ehrenmitglieder kreisförmig in der Kuppel verteilt. Darunter befindet sich ein Zeitstrahl, der auch fast einmal um die ganze Ebene herumgeht, die historische Entwicklung widerspiegeln soll und auch gleichzeitig andere geschichtliche Ereignisse in den Kontext setzt. So fand ich darauf eine Abbildung der Avus samt Funkturm in Berlin. Die Amis lieben Autobahnen, für sie ist die Einweihung der ersten Straße, die ausschließlich für motorisierte Vehikel erbaut wurde, ein ausserordentliches Ereignis.

Direkt unterhalb der Zeitleiste befinden sich Schaukästen und Tafeln. Auf den Tafeln befinden sich Details zu den einzelnen Mitgliedern der Ruhmeshalle. Sie sind nach Jahrgängen bzw. Klassen eingeteilt und bauen chronologisch aufeinander auf. In den Schaukästen, die in den Tafeln integriert sind befinden sich Devotionalien des Basketballsports: Ringe, Pokale, Trikots, Medaillen und mehr.

Auf der zweiten Ebene gibt es allerhand Devotionalien und Geschichten zum Basketballsport in den Bereichen College und diversen Profiligen. Man kann dort viel entdecken bzw. lernen. Auch die Frauen werden gleichermaßen geehrt.

In der untersten Ebene befindet sich der Court und über einen angrenzenden Shop kann man die Ruhmeshalle verlassen.

Basketball Trading Card

Basketball Trading Card

Mit 20 Dollar Eintritt ist das Erlebnis sicherlich nicht ganz billig, aber als Fan musste ich mir das einfach antun. Allerdings hätte ich mir mehr spektakuläre Devotionalien von bestimmten Größen des Sports wie Michael Jordan, Magic Johnson, Kareem Abdul-Jabbar erwartet, doch sind die ganz alten Trikots und auch deren Entwicklung schon sehr interessant. Nach einer Weile ist man sicherlich erschlagen von der Fülle von Informationen. Man kann nicht alles erfassen oder auch nur wahrnehmen. Apropos wahrnehmen, dass was das Museum als lebendig erscheinen lassen soll, das Basketballspielen der Besucher, kann einem irgendwann schon dem einen oder anderen auf die Nerven gehen. Jedenfalls ging es mir dann nach etwa drei Stunden so.

Trotz alle dem hat es mir viel Spass gemacht und ich würde es wieder tun. Vielleicht wenn Dirk Nowitzki in die Hall of Fame aufgenommen wird, dann …