Nach einer ruhigen Nacht wache ich zeitig kurz nach 7 am auf. Es ist eisig kalt. Eine Heizung scheint es hier nicht zu geben, so dass ich die Klimaanlage ausgeschaltet hatte. Zu dem nervte mich das ständige Brummen der Anlage.
Okay, was erwartet Dich heute? Eigentlich nicht viel. Den Bus nach Oneonta nicht verpassen. Das sollte nicht schwer sein, schließlich liegt der Busbahnhof gleich nebenan. In Oneonta hätte ich wohl eine längere Pause bis mein Bus nach Cooperstown geht. Dort würde ich dann um 6:05 pm eintreffen. Vielleicht habe ich aber auch wieder Glück und es fährt ein Bus früher ab. Na gut, da heißt es erst einmal abwarten. Ich gehe Duschen, ziehe mich an und mach mich auf dem Weg zum Frühstück.Rühreier, Würstchen und ein Donut mit Marmelade. Immer schön vollfressen am Morgen, denke ich mir nach dem zweiten Gang, damit Du das Mittagessen gegebenenfalls nach hinten raus verschieben kannst, man weiß ja nie. Für den Weg unterwegs noch eine Banane.
Zurück auf dem Zimmer noch einmal das WLAN ausnutzen. Ich stelle meinen neusten Beitrag rein und Twitter der Baseball Hall of Fame, dass ich mich auf den Weg nach Cooperstown mache. Es dauert nicht lange und ich bekomme eine Reaktion. Wahnsinn! Ich grinse wie ein Honigkuchenpferd und freu mir ein Loch ins Knie.
Ich checke aus, nicht ohne dabei ein gratis Wasser für mein Priority-Member-Gutschein mitzunehmen. Die Mitgliedschaft lohnt sich, da man insbesondere günstigere Preise für die Zimmer erhält. Es ist strahlend schönes Wetter. Herbstlich kühl und keine einzige Wolke in Sicht.
Ich betrete die Wartehalle des Bahnhofs. Beim Ticketschalter erkundige ich mich nach dem Bus nach Oneonta. Gate 3 lautet die Antwort, der Person afroamerikanischer Herkunft, von der ich tatsächlich nicht sagen konnte, ob es sich bei ihr um einen Mann oder eine Frau handelte. Ich denke es war eine sehr kräftige junge Dame, wollte der Frage aber nicht weiter auf den Grund gehen. Ich gehe zu Gate 3. Bin etwas sehr früh da und ein Busfahrer gibt mir das auch zu verstehen, so dass ich mich wieder in die Wartehalle begebe.
Um 10:45 ist es soweit, dass Boarding beginnt. Am Ende sind wir zu fünft, den Busfahrer nicht mitgezählt, als wir uns gegen 11 am in Bewegung setzen.
Die Fahrt nach Oneonta verläuft ohne Probleme. Ich beschäftige mich mit meinem iPhone und nehme Videos und Fotos auf. Die Highways sind hier nicht viel anders als unsere Autobahnen. Auch die Landschaft erinnert mich an Bayern oder Österreich, nur ohne Alpen im Hintergrund. Es ist eine hügelige Gegend, größtenteils mit riesigen Mischwäldern bedeckt. Diese sind derzeit sehr bunt mit braunen, roten und orangenen Farben durchsetzt: der Indian Summer fängt langsam an.
- Schenectady, NY
- Berg an der Autobahn
- Felder und Wälder
Wir halten in Schenectady. Ich habe den Eindruck, dass sie nur aus einem kleinen College besteht und einer riesigen Anlage von General Electric. Nach zwei weiteren Stationen erreichen wir um 12:45 Oneonta. Ich müsste jetzt in etwa 4 Stunden warten, bis es nach Cooperstown weitergeht. Am Ticketschalter frage ich nach, ob es nicht vielleicht eine schnellere Verbindung dahin gibt?
Die ältere Dame hält eine andere Idee für mich parat. Nehmen Sie doch die öffentlichen Busse. Die verkehren stündlich. Gehen Sie am Ende des Parkhauses die Straße hoch bis ganz nach oben. Überqueren Sie diese nicht, sondern gehen Sie nach links weiter. Dort finden Sie die OPT: die Oneonta Public Transportation. Da zahlen Sie nur 3.50 für ein Ticket. Mir gefiel diese OPTion. Ich bedanke mich und mache mich auf den Weg. Wenn ich den Bus um 1:00 pm bekomme, könnte ich bereits um 2:00 pm da sein.
- Oneonta Bus
- Schild vom Inn
- Hotel Inn at Cooperstown
Genau so kommt es. Nach gut einer Stunde Fahrzeit erreichen wir Cooperstown. Einige Ecken kenne ich bereits von Google Maps und als wir an meinem Hotel, dem „The Inn at Cooperstown“ vorbeifahren, nutze ich die Gelegenheit und steige an der nächsten Station aus. Das Inn ist eines der ortsüblichen Holzhäuser und verfügt über drei Etagen. Erbaut 1874 in einem für die damalige Zeit typisch verspielten Bauweise und einer schönen Veranda, die über die gesamte Vorderseite geht.
Nach dem Checkin richte ich auf meinen Geräten die WLAN-Verbindungen ein und mache ein kurzes Update. Anschließend mache ich mich auf den Weg, um mir Tickets für meine Weiterreise nach Doylestown zu meiner Schwester zu organisieren. Doch vor Ort muss ich leider feststellen, dass dieses Büro keine Tickets verkauft.
Ich entschließe mich für ein verspätetes Mittagessen und gehe in die Pizzeria neben. Ich bestelle eine kleine Pizza Hawaii und nehme ein Wasser dazu. Als die Pizza kommt, fällt es mir wieder ein: Heiko, in Amerika ist eine kleine Pizza das, was eine große bei uns in Deutschland ist. Am Ende muss ich passen und ein Achtel liegen lassen.
Ich bin voll gefressen, mal wieder. Zeit für einen Verdauungsspaziergang. Vorbei an den teilweise sehr schönen Holzhäusern geht es schnurstracks zur Hall of Fame. Ein paar Fotos vor Ort, geht es weiter runter zum See Otsego. Dieser ist riesig und ich schieße Bilder am laufenden Band und teste dabei meine unterschiedlichen Objekte und Konverter.
- Baseball Hall of Fame
- Lake Otsego
- Statue eines Indianer
- Bootsanlieger Otsego
- Leuchtturm am See Otsego
- Main Street Cooperstown
Zurück im Hotel entdecke ich auf einigen Bildern einen Fleck auf den Bildern. Immer an derselben Stelle. Verdammt. Den einen Konverter habe ich nicht korrekt gesäubert. Damit war klar, dass die Bilder von der zweiten Springfield-Serie ebenfalls im A… waren. Shit happens!
Morgen geht es zur Baseball Hall of Fame, der zweiten Location meiner Tour. Ich freu mich drauf!












